Schmelzextrusion

Kontinuierlicher Aufbereitungsprozess pharmazeutischer Massen

Mischen, Homogenisieren und manchmal auch Entgasen pharmazeutischer Massen – das ist die Hauptaufgabe des gleichläufigen Doppelschneckenextruders. Mittels gravimetrischer Dosiersysteme werden dem Prozess die einzelnen Bestandteile einer Formulierung in fester, flüssiger oder gasförmiger Form exakt zugeführt. So können Träger-, Hilfs- und Wirkstoffe in einem genauen Verhältnis an verschiedenen Stellen im Verfahrensteil zudosiert werden.

Bei der Schmelzextrusion (engl. hot melt extrusion) erhält man den flüssigen Bestandteil durch Aufschmelzen des Trägerstoffes, was durch die Verarbeitung oberhalb des Glasübergangs des verwendeten Stoffes erreicht wird. Verfestigt wird das Extrudat durch Abkühlen nach dem Austritt aus dem Extruder. Als Pharmapolymere können u.a. verschiedene PVP-Typen, Methacrylate oder Cellulose basierte Trägermaterialien eingesetzt werden. 

Vorteile auf einen Blick:

  • Verbesserung der Löslichkeit
  • Geschmacksmaskierung
  • retardierte Freisetzung
  • Robustheit der Rezeptur gegenüber dem Verarbeitungsverfahren
  • geringe Verwendung von Hilfsstoffen
  • Produktionseffizienz

Typische Extrudergrößen

 
Leistritz Extrusion Team Leistritz Extrusionstechnik GmbH