Co-Extrusion

Bei der Co-Extrusion kommen zwar zwei Extruder zum Einsatz, die auf ihnen hergestellten Materialien fließen allerdings durch eine Düse. Auf dem gleichläufigen Doppelschneckenextruder werden der Wirkstoff und das Polymer compoundiert. Ein zweiter Extruder (oftmals Einschneckenextruder) formt die Außenhülle bestehend aus reinem Polymer. Die äußere Membrane reguliert die Wirkstofffreigabe und hat eine Freisetzungsrate von nahezu nullter Ordnung. Da hier ein gleichmäßiger Durchmesser gewährleistet werden muss, wird oftmals eine Schmelzepumpe zwischen Extuder und Co-Extrusions-Düse geschaltet. Nach dem Abkühlen (im Wasserbad) realisiert eine Ziehvorrichtung die Spannkraft des extrudierten Produkts. Danach folgt der Schnitt. Letztendlich gibt die Ziehvorrichtung den Querschnitt des Durchmessers. Muss dieser angepasst werden, geschieht dies anhand eines Laser-Mikrometers. Dieser misst den Außendurchmesser des Extrudats und schickt die Informationen an die Ziehvorrichtung, die sich je nach Bedarf anpasst. Das bekannteste co-extrudierte Implantat ist der hormonhaltige Nuvaring® or Implanon®.

Co-Extrusions-Düse

Beispiel:

Anwendung: Vaginalring, Implantate

Typische Extrudergrößen:

 
Leistritz Extrusion Team Leistritz Extrusionstechnik GmbH